Büroarbeit

Desksharing: So gelingt die gute Gestaltung

01. April 2025
Dollarphotoclub_75506510
Quelle: Robert Kneschke_Dollarphotoclub

Desksharing ist ein Mega-Trend. Meist geht es Arbeitgebern darum, Platz und Kosten im Bürobereich einzusparen. Damit diese Form der Arbeitsorganisation zum Erfolgsmodell wird, sind die Belange und die Gesundheit der Beschäftigten im Blick zu behalten. »Gute Arbeit« 3/2025 stellt im Titelthema dafür förderliche Gestaltungaspekte vor.

Wichtig beim Desksharing sind vor allem die Arbeitsumgebung, Arbeitsmittel, soziale Beziehungen und Grundsätze der Organisation.Eine Umfrage im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hat gezeigt: Desksharing braucht klare, verbindliche Regeln, die im Team und beteiligungsorientiert entwickelt und festgeschrieben werden sollten.

Ausreichend viele Arbeitsplätze müssen zu den Arbeitsanforderungen passen: mit Einzelbüros, Austausch- und Kreativbereichen, Besprechungsräumen etc. Die Zufriedenheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten hängen von einer guten, gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung ab.

Gesundheitsschutz ist zentral

Beim Desksharing teilen sich Mitarbeiter*innen Büro- oder Bildschirmarbeitsplätze in der Arbeitsstätte. Oft können die Beschäftigten je nach Aufgabe zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen wählen. Der häufigste Beweggrund für Unternehmen, Desksharing einzuführen: das Einsparen von Büroflächen und damit Kostensenkung. Doch die Folgen für Beschäftigte durch veränderte Arbeitsbedingungen sind zu beachten.

Deshalb hat die DGUV per Online-Befragung von knapp 2000 Beschäftigten und Führungskräften ermittelt, wie sich Desksharing konkret auswirkt. Daraus wurden Gestaltungsempfehlungen entwickelt, die Franziska Grellert (DGUV) in »Gute Arbeit« 3/2025 detailliert vorstellt. Ziel war es, Erfolgsfaktoren für eine sichere, gesunde Gestaltung von Desksharing abzuleiten.

Die Befunde und Empfehlungen aus der Online-Befragung sind in vier Aspekte gegliedert:

  • Organisation von Desksharing
  • Arbeitsumgebung
  • Arbeitsmittel
  • Soziale Beziehungen.

Wichtig ist das Einsetzen eines Projektteams für den Start, das die Kommunikation, Transparenz, die Beteiligung der Interessenvertretung sowie der Beschäftigten gewährleistet. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte und Betriebsärzt*innen sollten mit im Boot sein. Regelungen für das Desksharing sollten in einer Dienst- oder Betriebsvereinbarungen festgehalten werden.

Es ist zu empfehlen, dass die Interessenvertretung die Beschäftigten so früh wie möglich über die Pläne informiert, zum Beispiel bei Betriebs- oder Dienstversammlungen und Abteilungsgesprächen. Günstig ist es auch, Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen, damit die Beschäftigten Anregungen und Wünsche einbringen können.

Das gehört in die Dienst-/Betriebsvereinbarung

Bedeutsame Regelungspunkte sind etwa die ausreichenden Arbeitsplatzanzahl sowie unkomplizierte Buchungs- oder Reservierungssysteme. Dabei ist zu beachten sind, dass die räumliche Nähe von Teammitgliedern erhalten bleibt. Hygiene am Arbeitsplatz, die individuelle Ergonomie (Einstellmöglichkeiten an Tisch und Stuhl), Ordnung sowie Lärmprävention sind zu berücksichtigen.

Eine angemessene Vielfalt an Arbeitsbereichen – mit Einzelbüros, Austausch- und Kreativbereichen, geschlossenen Besprechungsräumen etc. – ist unverzichtbar. Für konzentriertes Arbeiten ist es empfehlenswert, geeignete Rückzugsmöglichkeiten und Ruhebereiche einzuplanen; laut Befragung kann nur die Hälfte der Beschäftigten Einzelbüros oder Ruhezonen nutzen. Die Notwendigkeit von großen, offenen Büroflächen sei generell kritisch zu prüfen.

Der vollständige Beitrag ist in »Gute Arbeit« 3/2025 zu finden

Neugierig auf den Beitrag von Franziska Grellert mit vielen Gestaltungstipps für das Desksharing? Mehr lesen im Titelthema »Gute Arbeit« 3/2025, »Hybride Arbeit: Gute Bedingungen in Büro und Homeoffice«.

Darin unter anderem:

  • Prof. Dr. Dörte Busch, Dr. Cathleen Rabe-Rosendahl: Mobile Arbeit gesundheits- und behinderungsgerecht umsetzen (S. 8-12).
  • Franziska Grellert: Desksharing: So gelingt die gute Gestaltung (S. 13-18).
  • Christine Osterland: Im Büro zu Hause: Unfallversicherungsschutz im Homeroffice (S. 18-21).
  • Dr. Klaus Heimann: BMAS-Empfehlung: Gutes hybrides Arbeiten (S. 22-24).

Für die Online-Ausgabe registrierte Abonnent:innen von »Gute Arbeit« greifen im Archiv der Zeitschrift kostenfrei auf alle Beiträge, Ausgaben und das ePaper zu.

Noch kein Abonnent? 

Jetzt 2 Ausgaben »Gute Arbeit« gratis testen und sofort online auf alle Inhalte zugreifen!

© bund-verlag.de (BE)

Newsletter. Wichtige Themen für Sie und Ihr Gremium. Jetzt anmelden. - Anzeige -
Ralf Pieper
Basiskommentar zur ArbStättV
29,00 €
Mehr Infos