Ergonomie

Besser sitzen − gesund bleiben am Schreibtisch

29. März 2024
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Quelle: Andrey Popov_Dollarphotoclub

In der heutigen Arbeitswelt werden die meisten Tätigkeiten sitzend durchgeführt, viele Berufe bestehen sogar ausschließlich aus Schreibtischarbeit. Das führt bei den Beschäftigten häufig zu Verspannungen und Schmerzen in der Rücken- und Nackenmuskulatur. Was können Beschäftigte tun? Die aktuelle Ausgabe 4/2024 »Arbeitsschutz und Mitbestimmung« klärt auf.

Arbeitnehmerverbände und betriebliche Interessensvertretungen fordern zur Reduzierung der Belastungen regelmäßig ergonomische Büromöbel, um die sitzenden Beschäftigten zu entlasten. Doch die aktuelle Studienlage zeigt: Höhenverstellbare Schreibtische und ergonomische Bürostühle allein reichen nicht aus. Stattdessen ist eine stufenweise Umstrukturierung des Arbeitsalltags notwendig, um die körperliche Gesundheit langfristig zu erhalten. Die meisten Maßnahmen lassen sich dabei ganz ohne Hilfsmittel umsetzen, Beschäftigte sind also nicht nur vom guten Willen der Arbeitgeber abhängig − sie können ihr Wohlbefinden mit den folgenden Maßnahmen zusätzlich selbst in die Hand nehmen.

7 Tipps – So sitzen Beschäftigte gesünder

1. Sitzposition häufiger wechseln

Dass langes Sitzen nicht gesund ist, ist längst bekannt. Doch aktuelle Studien offenbaren, dass gar nicht das Sitzen selbst das Problem ist; vielmehr führt das lange Verharren in derselben Position zu Verspannungen und Schmerzen. Alle Maßnahmen, die Beschäftigte für eine gesunde Haltung ergreifen, müssen deshalb darauf abzielen, möglichst häufig die Position zu wechseln. Nach ungefähr einer halben Stunde sollte eine neue Haltung eingenommen werden. Es ist sinnvoll, sich dafür einen Reminder bzw. Timer zu stellen.

2. Ausstattung richtig anordnen

Der Arbeitgeber kann seine Mitarbeitenden bei ihren Bestrebungen unterstützen, indem er ergonomische Hilfsmittel zur Verfügung stellt. Die größte Wirksamkeit entfalten diese allerdings erst dann, wenn sie so platziert werden, dass die Beschäftigten problemlos zwischen den Positionen wechseln können. Das beinhaltet demnach nicht nur, dass z. B. ein Stehpult zur Verfügung steht, sondern dieses sollte dann zusätzlich mit einem weiteren gekoppelten Bildschirm ausgestattet sein, um die Tätigkeit beim Wechsel vom Sitzen zum Stehen nicht unterbrechen zu müssen.

3. Pausen für kurze Übungen

Neben der Ergonomie spielen Pausen eine wichtige Rolle für die Beschäftigten. Damit ist nicht die Mittagspause gemeint, sondern es geht um kurze Unterbrechungen der sitzenden Arbeit von etwa einer Minute, sog. Mikropausen, um Kräftigungs- und mobilisierende Haltungsübungen durchzuführen. Diese fördern die Durchblutung und beugen Dysbalancen vor, die Hauptursache von Verspannungen sind (drei Übungen gibt es am Ende des Beitrags im Kasten »Arbeitshilfe«).

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Den kompletten Beitrag finden Sie in »Arbeitsschutz und Mitbestimmung« Ausgabe 4/2024.

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