Lob stärkt die psychische Gesundheit

02. September 2026
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© Organic Media; gettyimages

Wertschätzung durch Vorgesetzte wirkt zwar keine Wunder, kann sich aber positiv auf den Gemütszustand der Beschäftigten auswirken. Wie viele Arbeitnehmer*innen sich tatsächlich ausreichend gelobt fühlen, zeigt eine neue Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Wertschätzung durch Vorgesetzte wirkt zwar keine Wunder, kann sich aber positiv auf den Gemütszustand der Beschäftigten auswirken. Wie viele Arbeitnehmer*innen sich tatsächlich ausreichend gelobt fühlen, zeigt eine neue Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Führungskräfte, denen das Wohlbefinden ihre Mitarbeiter*innen am Herz liegt, sollten Wert auf Anerkennung legen. So gaben 62 Prozent der in der BAuA-Studie „Unterstützung und Anerkennung durch die Führungskraft sind wichtige Ressourcen – aber viele Beschäftigte erleben sie nur eingeschränkt“ Befragten an, häufig Unterstützung durch ihre Vorgesetzten zu erhalten – rund 40 Prozent berichtete von häufigem Lob und Anerkennung. 

Die Untersuchung zeigt den Zusammenhang zwischen der Gesundheit eines Beschäftigten und seiner Arbeitssituation auf. Besonders die Unterstützung und Anerkennung durch Führungskräfte kann die Gesundheit der Beschäftigten positiv beeinflussen. 

Durch mehr Anerkennung können Beschäftigte demnach vor allem psychisch entlastet werden: 77 Prozent der Befragten gaben an, sich durch Termin- oder Leistungsdruck belastet zu fühlen. In der Gruppe der Beschäftigten, die Unterstützung durch ihre Führungskraft erhalten, berichten hingegen nur 61 Prozent von diesen Belastungen. Auch psychosomatische Symptome wie Erschöpfung, Müdigkeit, Reizbarkeit oder Schlafstörungen treten bei den Beschäftigten, die Anerkennung und Unterstützung erhalten, seltener auf. 

Obwohl sich ein Zusammenhang zwischen Unterstützung und Anerkennung durch Vorgesetzte und der psychischen Gesundheit der Beschäftigten erkennen lässt, zeigen die Umfragewerte auch, dass die Unterstützung sowohl in Führungspositionen als auch auf Beschäftigten- und Unternehmensebene ausbaufähig bleibt. 

Führungskräfte sollten durch Schulungen stärker sensibilisiert werden, auf regelmäßige Unterstützung zu achten, und Beschäftigte können einen Beitrag leisten, indem sie diese aktiv einfordern. Auch die Rolle des Betriebsrats ist hierbei nicht unwichtig, denn er kann sich für geeignete gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen einsetzen. 

 

Quelle:

Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vom 27.7.2026

© bund-verlag.de Autor*in: Eva Seip

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