Teilnehmer am Deutscher Personalräte-Preis 2024

Projekt: Initiativantrag Befragung Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung bei Nachwuchskräften
Bewerber/in: Hauptjugend- und Auszubildendenvertretung Bundesagentur für Arbeit Nürnberg
Beschäftigtenzahl: mehr als 1000
Projektzeit: 9/2022 bis 9/2024

 

Kurzbeschreibung

Einforderung und Mitwirkung hinsichtlich einer Befragung, die die psychische Belastung der Nachwuchskräfte in Ausbildung und Studium beurteilt. Wir haben etwa 4000 Nachwuchskräfte in der Bundesagentur für Arbeit, welche einen eigenen Ausbildungsberuf lernen oder ein arbeitsmarkbezogenes Studium an der Hochschule der BA durchlaufen.
 

Motiv

Durchführung der Gefährdungsbeurteilung aller Beschäftigten in der Bundesagentur für Arbeit nach ArbSchG mit Ausnahme der Nachwuchskräfte.
 

Vorgehen

Initiativantrag nach BPersVG und rechtlicher Prüfung in ArbSchG und JArbSchG.
 

Ergebnis

Eine gesonderte Befragung für Nachwuchskräfte mit den jeweiligen Spezifika zur Ausbildung und zum Studium. Evaluation der Ergebnisse nach erfolgter Befragung.

Es wurden etwa 4000 Nachwuchskräfte (Auszubildende und Studierende) befragt.

Die Nachwuchskräfte haben diese Befragung als sehr gewinnbringend empfunden, weil die psychische Belastung am Arbeitsplatz seit der Covid-Pandemie zugenommen hat. Durch die fehlende Teamzugehörigkeit in Praxisphasen und die sukzessive Einführung des Homeoffice, werden NWK stärker abgeschnitten. Zudem kommen in theoretischen Phasen Klausurstress, Prüfungsvorbereitung und hohe Reisezeit in die Bildungsstätten der BA oder Berufsschulen (mit Abwesenheit vom Wohnort) hinzu. Das Ganze mit dem Hintergrund der immer diverseren, familiären Bedingungen der NWK. All‘ dies wurde im Rahmen der Befragung berücksichtigt.

Die Befragung erfolgte erst im März 2024. Daher werden die Befragungsergebnisse aktuell ausgewertet. Die HJAV wird nach dem Erhalt der Ergebnisse entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Belastung in der Ausbildung und im Studium ableiten und beim AG platzieren. Zudem wird es möglich sein, dass die Ergebnisse in den Regionen (bspw. Hessen und Berlin-Brandenburg) heruntergebrochen werden. Damit können regionale Verbesserungen durch die BJAVen angestoßen werden.