Teilnehmer am Deutscher Personalräte-Preis 2024
| Projekt: | Kommunikationskampagne des Gesamtpersonalrats Stadt Frankfurt am Main (2021-2024) |
| Bewerber/in: | Gesamtpersonalrat Stadt Frankfurt am Main |
| Beschäftigtenzahl: | mehr als 1000 |
| Projektzeit: | 5/2021 bis 5/2024 |
Kurzbeschreibung
Es wurde eine Kommunikationskampagne entworfen, die Beschäftigte der Stadtverwaltung auf neue, lau-fende oder kritische Themen des GPR aufmerksam macht. Zur Verbreitung wurden zielgruppenspezifische Kanäle ausgewählt. Dabei wurden gerade im digitalen Bereich neue Kanäle erschlossen.
Motiv
Der Beginn der Coronapandemie 2019 und die zunehmende Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice brachte zunehmend die Notwendigkeit mit sich, Inhalte digital zu verbreiten. Aber auch die vielen Bereiche, in de-nen kein Homeoffice möglich ist, mussten weiterhin informiert werden. Auch künftig bringen technische und demografische Entwicklungen und auch die Zergliederung der Stadtverwaltung auf zahlreiche Dienst-orte veränderte Anforderungen an die Art der Mitarbeitendenkommunikation mit sich.
Vorgehen
Nach den Neuwahlen des GPR im Mai 2021 wurde im Gremium eine Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ gebildet, in der sich GPR-Mitglieder zusammen mit der Geschäftsstelle über eine Kommunikationskam-pagne verständigten. Es wurden die verschiedenen Zielgruppen der Stadtverwaltung identifizieret und erar-beitet, über welche Kanäle diese bestmöglich ansprechbar sind. Die Themenverantwortung lag beim GPR-Vorsitzenden, der Impulse aus der Geschäftsführung und den Sitzungen gab. Als Kommunikationsverant-wortlicher arbeitete der Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit die Themen inhaltlich auf, führte Abstim-mungsprozesse und war für die gestalterische Umsetzung zuständig. Als Teil der AG Öffentlichkeitsarbeit standen beide Personen in engem Austausch mit den anderen AG-Mitgliedern. Die erarbeiteten Kanäle:
- Erstellung einer digitalen Version der etablierten „GPR-Stadtzeitung“, die auf der GPR-Intranet-Seite zur Verfügung gestellt und auch per E-Mail verschickt wurde (inkl. einer digitalen, barrierefreien Ausgabe).
- Auf der Intranet-Seite des GPR wurde die neue Beitragsserie „Aktuelle Beiträge des GPR“ eingerichtet, um aufkommende Themen zeitnah und in informativem Nachrichtenstil zu verbreiten. Zudem gab es mit „Neues aus der GPR-Sitzung“ eine regelmäßige Serie an Artikeln, die aktuelle Themen der vergangenen GPR-Sitzung skizzierten. Diese Inhalte wurden außerdem über den neugeschaffenen Newsletter „GPR-Stadtmail“ an alle Beschäftigten versendet.
- Im Newsletter „GPR-Stadtmail“, auf der GPR-Intranet-Seite und in der GPR-Stadtzeitung wurden in der Rubrik „Aus den Gewerkschaften“ Themen der städtischen ver.di Vertrauensleute „ver.di Stadtmacht“ platziert, die mittels eines Links auf die Website „stadtmacht.org“ führt oder auf die dazugehörigen Social-Media-Kanäle mit Aktionen und Veranstaltungen der ver.di Vertrauensleute.
- Für Beschäftigte aus Zielgruppen, die weniger bis gar nicht am PC arbeiteten (z.B. der gärtnerische Bereich, Kitas, Zoo) werden weiterhin die bewährten Printausgaben der GPR-Stadtzeitung verteilt oder Druckversionen der GPR-Stadtmail. Doch auch in anderen Bereichen werden weiter Printausgaben verteilt, da Mediennutzungsanalysen zeigen, dass gerade Menschen mittleren Alters Print bevorzugen.
- Veranstaltungen wie Online-Sprechstunde „Digitale Mittagspausen“ zu bestimmten Themen, die aktuell eine hohe Relevanz bei gewissen Beschäftigtenzielgruppen haben, ergänzen die Veröffentlichungen.
Ergebnis
Der GPR erscheint nun in sämtlichen verfügbaren Kanälen der Stadtverwaltung. So hat er nicht nur seine Präsenz als Interessenvertretung ausgebaut, sondern ist in etlichen Themen auch erste Anlaufstelle für Be-schäftigte geworden – und das häufig vor den zuständigen Abteilungen der Dienststelle. Die Kommunikati-onskampagne des GPR hat alle gesamtstädtischen Themen für die Beschäftigten verfügbar gemacht, sowohl on- als auch offline. Das fördert nicht nur die Kenntnis der Kolleg:innen, sondern übt auch Druck auf die Dienststelle aus, wo Prozesse stocken oder wichtige Entscheidungen bislang ausgeblieben sind.