Künstliche Intelligenz

KI-basierte Chatbots in der Gremienarbeit

22. April 2024
KI, Künstliche Intelligenz
Quelle: iStock.com, Jolygon

Können ChatGPT & Co. den Betriebs- oder Personalrat bei der Arbeit unterstützen? Die kurze Antwort: Ja! Ute Demuth zeigt wie es geht und was dabei zu beachten ist.

Es hört sich erst einmal super an: Eine Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt den Betriebs- oder Personalrat dabei, Texte für die Belegschaft zu verfassen. Damit dabei gute Ergebnisse entstehen, muss man aber wissen, wie die Chatbots funktionieren und welche Schwachstellen sie haben. 

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es?

Für KI-generierte Texte gibt es eine ganze Menge Einsatzgebiete in der Öffentlichkeitsarbeit des Betriebs- und Personalrats. Gremien können sich beispielsweise dabei unterstützen lassen, Artikel für die eigene Intranetseite oder kurze Texte für Aushänge zu formulieren. Auch beim Entwerfen einer Struktur für einen längeren Text können ChatGPT und Co. hilfreich sein. Auf Wunsch liefert die Maschine auch Tipps für eine gute Betriebsversammlung. Der potenzielle Einsatz geht aber auch über die Öffentlichkeitsarbeit hinaus: So kann KI beispielsweise auch beim Erstellen von Betriebsvereinbarungen unterstützen. (...) 

Was leistet KI in der Texterstellung?

Im Bereich Texterstellung sind die Ergebnisse der Chatbots häufig beeindruckend. Das heißt aber nicht, dass sie immer passend sind. Dann kann aber nachgehakt und das Ergebnis von der Maschine beispielsweise gekürzt, präzisiert oder in einem anderen Stil neu erstellt werden. Um es klar zu sagen: Es geht nicht darum, sich einen Text erstellen zu lassen und diesen ohne weiteres zu übernehmen – das wäre fahrlässig. Um die Prüfung der Fakten – und insgesamt eine sorgfältige Qualitätsprüfung – kommt man nicht herum. Ein Chatbot kann aber dabei unterstützen, die eigenen Gedanken zu sortieren und zu formulieren, oder neue Perspektiven auf ein Thema eröffnen. Das Ergebnis kann Ideenlieferant oder sogar schon ein guter Grundstein für den eigenen Text sein. Mitgelieferte Quellenangaben (Links) können die Recherche in eine Richtung erweitern, die sonst möglicherweise übersehen worden wäre. Und schließlich können die Chatbots dabei unterstützen, einen Text gut verständlich zu formulieren oder beispielsweise in „leichte Sprache“ zu überführen.

Wie arbeitet man mit der KI?

Wie also vorgehen, wenn man sich von einem Chatbot unterstützen lassen möchte? Die Vorüberlegungen sind mit KI die Gleichen wie ohne: Was (genau) soll das Thema sein? Wen möchte ich erreichen, wer also ist die Zielgruppe? Wie lang soll der Text sein, welche Kriterien gelten für die Sprache? Alle diese Angaben benötigt die KI, um gute und vor allem passende Ergebnisse zu liefern.
Kennt die oder der Schreibende die Fakten nicht (alle), ist eine inhaltliche Recherche unbedingt notwendig. „Wenn Sie wissen, was stimmt und was nicht, können Sie sich Texte von ChatGPT schreiben lassen. Wenn nicht, müssen Sie alles nachprüfen“, so äußerte sich die Gründerin von AlgorithmWatch, Katharina Zweig, im Interview mit dem Handelsblatt.1 Aber wieso eigentlich? Auch wenn z. B. Bing Quellenangaben mitliefert, bedeutet das nicht, dass der Chatbot die Quellen nutzt, um zu überprüfen, ob der erzeugte Text richtig ist. Es erfolgt also keine inhaltliche Kontrolle durch die Software, das kann sie schlicht nicht. (...)

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Den vollständigen Beitrag von Ute Demuth lesen Abonnent:innen in Computer und Arbeit 4/2024, S. 8 ff. 

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© bund-verlag.de (ct)

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