Sonderpreisträger im Interview

Hybrides Arbeiten ist Standard

13. Februar 2023
Martin Albers_Evonik

Deutscher Betriebsräte-Preis: Martin Albers, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Evonik Industries AG, erhielt mit seinem Gremium für das Projekt »#Smart Work« den Sonderpreis »Mobiles Arbeiten« beim Deutschen Betriebsräte- Preis 2022.

Wie war die Resonanz auf den Preis?

Die Resonanz war gut und durchweg positiv, uns haben viele Kolleginnen und Kollegen Glückwünsche auf unterschiedlichsten Wegen zugerufen.

Was ist das smarte an »#SmartWork«?

Der wichtigste Punkt und somit das smarte an #SmartWork ist die Flexibilität. Sowohl im Hinblick auf die Umsetzung als auch auf den Teilnehmerkreis. Die Kolleginnen und Kollegen können nach Absprache mit den Vorgesetzten und im Team Homeoffice und Arbeitsplatz beliebig oft tauschen, lediglich die Prozentzahl wird vorab festgelegt. Wobei auch diese nach Absprache geändert werden kann. Zudem haben wir die Jobs in der Gesamtbetriebsvereinbarung (GBV) nicht definiert, sodass theoretisch jeder mitmachen kann, dessen Arbeit zumindest teilweise außerhalb des Arbeitsplatzes erledigt werden kann. Diese Flexibilität ist essenziell, um Privatleben und Beruf in der heutigen Zeit wirklich unter einen Hut zu bekommen. #SmartWork ist ein wichtiger Meilenstein, um hybrides Arbeiten langfristig bei Evonik zu regeln. Und das kommt gut an bei der Belegschaft. Zusätzlich freuen sich die Kolleginnen und Kollegen, dass ihnen die technische Ausstattung zur Verfügung gestellt wird.

Wie wird die Vereinbarung gelebt?

#SmartWork ist ein Projekt, dass nie abgeschlossen sein wird. Es entwickelt sich mit dem Unternehmen weiter. Wir werden also regelmäßig prüfen, ob Anpassungsbedarf besteht. Die Rückmeldungen aus der Belegschaft sind hier sehr hilfreich. Bisher machen rund 9.000 Kolleginnen und Kollegen in Deutschland mit. Das ist eine starke Zahl und zeigt, dass das hybride Arbeitsmodell gut ankommt. Für Produktion und Technik bleibt Homeoffice Neuland, sodass hier die Kolleginnen und Kollegen erstmal austesten müssen, was im Rahmen ihres Jobs überhaupt möglich ist. Wir stehen ihnen dabei zur Seite und auch die Führungskräfte sind offen, #SmartWork im Bereich Labor und Technik auszuprobieren, sofern die Tätigkeit es zulässt. Dass unsere GBV sich nicht nur auf Verwaltungsberufe  bezieht, sondern #SmartWork allen offen steht, bei denen es sinnvoll und machbar ist, kommt besonders positiv an.

Aus: Arbeitsrecht und Betrieb (AiB) 1/2023, S. 9

►Mehr zum Sonderpreisträger »Mobiles Arbeiten«2022


JETZT FÜR DEN DEUTSCHEN BETRIEBSRÄTE-PREIS 2023 BEWERBEN!

Der Deutsche Betriebsräte-Preis, eine Initiative unserer Fachzeitschrift »Arbeitsrecht im Betrieb« unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, würdigt seit dem Jahr 2009 vorbildliche Leistungen von Betriebsräten und weiteren betrieblichen Interessenvertretungen. Preiswürdig sind Projekte, die beispielsweise Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessern, Arbeitsplätze sichern oder Krisen im Betrieb meistern. Die aktuelle Bewerbungsfrist läuft bis zum 30.4.2023. Gesucht werden  Initiativen aus dem Zeitraum ab 2021.

Alle Informationen zur Bewerbung und viele Beispiele guter Betriebsratsarbeit unter www.dbrp.de


 

 

Newsletter 2024 viertel - Anzeige -

Das könnte Sie auch interessieren

Trophäen_PV2023
Startschuss zur Bewerbungsrunde 2024 - Pressemitteilung

Gesucht: Erfolgreiche Projekte betrieblicher Mitbestimmung

AiB AUdio Podcast Meldungsbild
Podcast AiB-Audio - Aktuelles

Schichtarbeit attraktiver machen