Das verbirgt sich hinter dem »Cheftrick«
Der Begriff CEO-Fraud (auch „Cheftrick“ genannt) beschreibt eine spezielle Form des Betrugs, bei dem sich Angreifer als Geschäftsführer, Vorstand oder sonstige Führungskraft ausgeben, um gezielt Mitarbeitende zu Handlungen wie einer Überweisung großer Geldsummen oder zur Herausgabe sensibler Informationen zu verleiten, die einem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen können. Das kann eine glaubwürdige Identitätsfälschung per E-Mail sein, mittlerweile aber auch per Telefon oder sogar Video. Merkmale einer solchen sind oft hoher Zeitdruck („vertrauliche, dringende Transaktion“) und die dringende Bitte um Verschwiegenheit.
Social Engineering
Um Authentizität zu suggerieren, helfen Informationen über die Arbeitsweise im Unternehmen oder andere Interna. In der Vergangenheit wurden solche Angriffe meist via manipulierter E-Mail-Domains durchgeführt. Heute allerdings setzen Täter auf deutlich raffiniertere Methoden, insbesondere Social Engineering in Verbindung mit KI-Technologien. Dabei ist Social Engineering keine technische, sondern eine psychologische Angriffsmethode. Ziel ist es, das Verhalten von Menschen zu manipulieren, um an Informationen, Zugänge oder Geld zu gelangen. Dabei nutzen Täter menschliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Autoritätsglauben oder Angst aus.
Um Beschäftigte zur Preisgabe von Informationen oder zur Ausführung bestimmter Aktionen zu verleiten, werden Komponenten des Social Engineering kombiniert, die von Sicherheitsexperten als Pretexting bezeichnet werden. Dabei wird eine überzeugende, meist emotionale Geschichte erzählt, um den Betrug vorzubereiten. Hilfreich sind auch Interna, die z. B. per E-Mail-Phishing oder „Vishing“, also per Telefonanruf erlangt wurden. Die Erfolgsquote dieser Angriffe ist hoch, weil Menschen auf authentisch wirkende Reize reagieren.
Mehr Infos
- Welche Rolle spielt KI?
- Welche Tools gibt es für diese Form des Betrugs?
- Welche Präventionsmaßnahmen sind sinnvoll?
Das lest Ihr im Beitrag von Frank Rosengart in der »Computer und Arbeit« (CuA) 11/2025. Abonnent*innen können den vollständigen Beitrag hier lesen.
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