Statistik

Atypische Beschäftigung weiterhin rückläufig

10. Juni 2025
Tablet_52738413
Quelle: © Andres Rodriguez / Foto Dollar Club

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die atypischen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland im Jahr 2024 unter die Lupe genommen. Ergebnis der Analyse: Im Vorjahr lag der Anteil atypisch Beschäftigter an allen Kernerwerbstätigen bei 17,2 %. Der kontinuierliche Rückgang seit Beginn der 2010er Jahre halte somit an, so die Behörde.

Im Vergleich zu den Werten im Jahr 2010 sind Beschäftigungsformen, die zu atypischer Beschäftigung gezählt werden, insgesamt um fast fünf Prozentpunkte zurückgegangen. Atypische Beschäftigung umfasst Arbeitsverhältnisse außerhalb der Normalbeschäftigung (unbefristete, sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten mit mehr als 20 Arbeitsstunden pro Woche; nicht in Leih- oder Zeitarbeit). 

Der Anteil befristet Beschäftigter sank von 8,1 % auf 5,9 %, der von Teilzeitbeschäftigten bis 20 Wochenstunden von 14,1 % auf 10,9 % und der von geringfügig Beschäftigten von 7,2 % auf 4,2 %. Der Anteil von Zeitarbeit lag 2024 bei 2,1 %.

Hoher Frauenanteil bei atypischer Beschäftigung

Immer noch auffällig ist der höhere Anteil von Frauen bei den jeweiligen Arten atypischer Beschäftigung, der mit 25 % mehr als doppelt so hoch liegt wie der Anteil atypischer Beschäftigungsverhältnisse, in denen Männer tätig sind. Diese Diskrepanz lasse sich laut Destatis vor allem auf die Teilzeitanteile von Frauen zurückführen. 

Knapp drei von vier (74,8 %) Kernerwerbstätigen waren 2024 in einem Normalarbeitsverhältnis beschäftigt. Im Jahr 2010 war der Anteil mit 65,8 % noch deutlich geringer. Der Anstieg ist unter anderem auf die Teilzeitbeschäftigung mit mehr als 20 Wochenstunden zurückzuführen, deren Anteil zwischen 2010 und 2024 von 7,3 % auf 14,1 % gestiegen ist. Auch bei den Normalbeschäftigten ist der Frauenanteil mit 69,1 % deutlich geringer. Männer waren in 79,8 % der Fälle normalbeschäftigt. Auch im Rahmen von Normalarbeit waren Frauen häufiger als Männer in substanzieller Teilzeit mit mehr als 20 Wochenarbeitsstunden (25,1 %/4,2 %).  

Die Daten stammen aus dem Mikrozensus, einer Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Alle Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Befragten. 

Die vollständige Übersicht mit detaillierten Untersuchungsergebnissen finden Sie auf der Website des Statistischen Bundesamtes. 

© bund-verlag.de (mst)

DBRP-2026-bewerben-frau-quadratisch-viertel - Anzeige -
Judith Kerschbaumer, u.a.
Gesetzliche Regelungen | Durchführungswege | Mitbestimmungsrechte
29,00 €
Mehr Infos