Zufriedenheit

Mut zum Job-Wechsel zahlt sich aus

27. Januar 2025 Karriere, Gehalt, Arbeitsplatz
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Quelle: magele_Dollarphotoclub

Wer seinen Job wechselt, kann davon doppelt profitieren: Laut Bertelsmann Stiftung bringt dieser Karriereschritt ein Gehaltsplus von durchschnittlich sieben Prozent mit sich und steigert die Zufriedenheit.

Durchschnittlich werden in Deutschland in jedem Jahr rund 30 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse neu begonnen oder beendet. Aus dem Wechsel ergibt sich im Schnitt ein Mehrverdienst von 6,9 Prozent. Wer den Beruf wechselt, ohne dass sich das Anforderungsniveau ändert, kann immerhin ein Plus von 5,0 Prozent erwarten. Wer im gleichen Beruf bleibt, kommt noch auf 3,6 Prozent mehr. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung und des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung zu Einkommens- und Zufriedenheitsgewinnen bei Berufswechseln, bei der Daten der Jahre 2013 bis 2019 sowie der Corona-Jahre 2019 bis 2021 ausgewertet wurden.  

Geringverdiener haben die größten Zuwachsraten beim Gehalt

Helfer:innen und Fachkräfte, aber auch Arbeitnehmer:innen mit Migrationshintergrund, profitieren finanziell besonders stark von einem Jobwechsel, weil sie wegen ihres geringeren Ausgangsverdiensts die größten Lohnzuwächse erwarten können. Helfer:innen, denen es gelingt, zu Fachkräften aufzusteigen, verdienen im neuen Job durchschnittlich rund 470 Euro pro Monat mehr.

Besonders gut auf das Konto wirken sich Wechsel in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in der Maschinenbau- und Betriebstechnik aus. Hier werden durchschnittliche Einkommensgewinne von knapp 800 Euro beziehungsweise gut 500 Euro brutto im Monat realisiert. Wechsel in die Kinderbetreuung und -erziehung sorgen für Fachkräfte für deutlich mehr als 1.000 Euro brutto im Monat. Es folgen Fachkrafttätigkeiten in der Chemie- und Pharmatechnik mit knapp 900 Euro.

Mehr Geld heißt häufig mehr Zufriedenheit

Wechsler:innen sind auf einer Zufriedenheitsskala von 0 bis 10 Punkten an ihrer neuen Arbeitsstelle im Schnitt 1,1 Punkte zufriedener als vorher. Wer nicht wechselt, verliert dagegen im gleichen Zeitraum minimal um 0,2 Punkte.

Wer nicht wechselt, weil er im bestehenden Job rundum zufrieden ist, liegt auf der Zufriedenheitsskala bei 7,3 Punkten – und damit durchschnittlich 0,9 Prozent besser als die Wechslerinnen.

Quelle: 

Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 22.1.2025

© bund-verlag.de (mst)

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