Gesundheit

Für wen ist die Grippeschutzimpfung sinnvoll?

23. Oktober 2026
Corona-Impfung
Quelle: pixabay

Die Grippeschutzimpfung ist eine wichtige Maßnahme des betrieblichen Gesundheitsschutzes. Interessenvertretungen können durch die Unterstützung betrieblicher Impfangebote und die Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens dazu beitragen, Erkrankungen und krankheitsbedingte Ausfallzeiten zu reduzieren sowie besonders gefährdete Beschäftigte zu schützen.

Die echte Grippe (Influenza) ist eine akute Erkrankung der Atemwege. Sie ist eine ernst zu nehmende, mitunter auch lebensbedrohliche Krankheit, die durch Grippeviren ausgelöst wird. Erkältungen oder »grippale Infekte« werden von anderen Erregern verursacht. In den Wintermonaten kommt es hierzulande nach dem Jahreswechsel zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung und Schwere. Grippeviren verändern sich regelmäßig und bilden neue Varianten, sodass jedes Jahr wieder das Risiko besteht, an Grippe zu erkranken. Deshalb wird auch der Impfstoff der Grippeimpfung fast jedes Jahr angepasst.

Die jährliche Grippeschutzimpfung wird besonders folgenden Personengruppen empfohlen:

  • Personen ab 60 Jahren
  • Schwangeren (ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel, bei Vorerkrankungen bereits früher)
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen, z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Asthma oder geschwächtem Immunsystem
  • Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich
  • Personen mit erhöhtem beruflichen Risiko oder engem Kontakt zu besonders gefährdeten Menschen

Die Impfung kann aber auch für gesunde Erwachsene sinnvoll sein, da sie das persönliche Erkrankungsrisiko senkt und zur Verringerung von Ansteckungen beiträgt.

Wer zahlt die Grippeschutzimpfung?

Für die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Risikogruppen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten vollständig. Dazu gehören sowohl der Impfstoff als auch die ärztliche Leistung. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten darüber hinaus auch für Versicherte, die nicht zu einer Risikogruppe gehören. Es empfiehlt sich daher, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Impfung? 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) beginnt die Grippesaison ab Oktober. Im Verlauf der Saison folgt die Grippewelle: Die jährliche Grippewelle hat laut RKI in den vergangenen Jahren rund um den Jahreswechsel begonnen und drei bis vier Monate angedauert. Experten raten daher dazu, sich zwischen Anfang Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Dabei ist zu beachten, dass der vollständige Impfschutz nicht direkt besteht, sondern sich innerhalb von 10 bis 14 Tagen aufbaut. Eine Impfung kann aber auch im Januar oder sogar später noch einen Nutzen haben, denn auch während einer bereits laufenden Grippewelle kann die Impfung noch dazu beitragen, Erkrankungen zu verhindern oder schwere Verläufe abzumildern.

Wie kann ich mich noch vor der Grippe schützen? 

Gründliches und regelmäßiges Händewaschen schützt vor Infektionen mit Grippeviren und natürlich auch anderen Krankheitserregern. Dazu wird empfohlen, möglichst selten Schleimhäute von Augen, Mund und Nase mit den Händen zu berühren. Auch ist es hilfreich, Abstand zu niesenden und hustenden Personen zu halten und besonders Beschäftigte sollten mit Krankheitssymptomen lieber zu Hause bleiben, bevor sie ihre Kolleg*innen ungewollt anstecken.

Tipps für Interessenvertretungen

Interessenvertretungen können an dieser Stelle einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten: Sie können Beschäftigte rechtzeitig vor Beginn der Grippesaison über Nutzen und Möglichkeiten der Impfung informieren. Besonders gefährdete Beschäftigtengruppen, etwa ältere Beschäftigte oder Menschen mit Vorerkrankungen, können gezielt angesprochen werden. Gemeinsam mit Arbeitgeber und Betriebsarzt können Impfaktionen organisiert werden. Dabei sollte auf eine einfache und barrierefreie Teilnahme geachtet werden, insbesondere durch Impfangebote während der Arbeitszeit.

© bund-verlag.de (jv)
 

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