Babyboomer steuern auf Rente zu
Laut der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, die das Statistische Bundesamt (Destatis) vorgelegt hat, befindet sich die Generation der Babyboomer mitten im Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Auf sie folgen deutlich kleinere Jahrgänge, während die Zahl der 67-Jährigen und Älteren in allen berechneten Szenarien, also bei Annahme unterschiedlicher Lebenserwartungen, bis zum Jahr 2038 beständig steigt. Voraussichtlich werden dann 3,8 bis 4,5 Millionen mehr Personen dieser Altersgruppe als heute in Deutschland leben. Der Anteil der Personen ab 67 Jahren wird je nach Berechnungsvariante von 20 % im Jahr 2024 auf 25 % bis 27 % im Jahr 2038 zunehmen.
Abhängig von Geburtenrate und Nettozuwanderung könnte der sog. Altenquotient auf 61 steigen, eine Verdoppelung im Vergleich zu heute. Das bedeutet, dass in diesem Fall auf eine Leistungsempfängerin oder einen Leistungsempfänger aus den Alterssicherungssystemen weniger als zwei Einzahlende aus dem Erwerbsleben kämen.
Pflegekräfte werden noch stärker nachgefragt sein
Zudem wird auch der Pflegebedarf aufgrund des demografischen Wandels steigen. Im Jahr 2023 war die Hälfte der ab 80-Jährigen in Deutschland pflegebedürftig. Bis 2023 wird die Zahl der Generation 80-Plus zunächst leicht sinken, da die zahlenmäßig kleinen Geburtsjahrgänge 1945 bis 1949 dann 80 Jahre alt werden. Mit fortschreitender Alterung der Babyboomer wird die Zahl der hochaltrigen Menschen allerdings ab Mitte der 2030er-Jahre deutlich von 6,1 Millionen im Jahr 2024 auf etwa 8,5 bis fast zehn Millionen im Jahr 2050 steigen. Im Zeitraum von 2050 bis 2070 wird die Zahl der Menschen im hohen Alter voraussichtlich zwischen 7,4 und zehn Millionen liegen.
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Quelle
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 11.12.2025