Künstliche Intelligenz

Prompting − So funktioniert`s

18. März 2025
KI, Künstliche Intelligenz
Quelle: iStock.com, Jolygon

Künstliche Intelligenz kann die Prozesse im öffentlichen Dienst vereinfachen und beschleunigen. Das betrifft auch die Personalratsarbeit. Damit die Tools zielgerichtet antworten, müssen allerdings die Eingaben stimmen. Die Ausgabe 3/2025 von »Der Personalrat« liefert einen Leitfaden mit Beispielen für typische Aufgaben aus der täglichen Personalratsarbeit.

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Art und Weise, wie Menschen arbeiten. Personalräte sind von dieser Entwicklung doppelt betroffen: Als Beschäftigtenvertretung sollen und wollen sie Beschäftigte vor den Risiken und Nachteilen schützen, die mit dem Einsatz von KI-Systemen verbunden sind; in ihrer Personalratstätigkeit selbst hingegen können sie auf vielfältige Weise von der Unterstützung solcher Systeme und speziell generativer KI profitieren. Das setzt allerdings eines voraus: Dass sie wissen, wie die »Prompts« genannten Eingabebefehle formuliert sein sollten, auf die das System reagiert.

Folgende Grundsätze sollten bei Eingabe eines Prompts allgemein beachtet werden:

  • Klarheit: Formuliere Anfragen präzise und eindeutig.
  • Spezifität: Je detaillierter der Prompt, desto zielgerichteter die Antwort.
  • Kontext: Gib relevante Hintergrundinformationen an.
  • Anweisungen: Füge klare Vorgaben für die gewünschte Antwort hinzu.
  • Rollenspezifikation: Weise der KI eine bestimmte Perspektive zu.
  • Schrittweise Verfeinerung: Wiederhole angepasste Prompts für bessere Ergebnisse.
  • Few-Shot-Prompting: Gib Beispiele vor, um die Richtung vorzugeben.
  • Chain-of-Thought: Fordere die KI auf, Gedankengänge Schritt für Schritt zu entwickeln.

Unter Beachtung dieser Grundsätze können KI-Tools die Arbeit von Personalräten vielseitig und effektiv unterstützen.

Prompting-Tipps zum Ausprobieren

Dies soll die folgende Anleitung mit Beispielprompts für typische Personalratsaufgaben verdeutlichen.

Arbeitszeitmodelle analysieren

»Vergleiche die Vor- und Nachteile von drei verschiedenen Arbeitszeitmodellen: klassisches Nine-to-five-Modell, Flex-Office, Vertrauensarbeitszeit und Viertagewoche. Erstelle eine übersichtliche Tabelle mit den jeweiligen Stärken und Schwächen aus Mitarbeitersicht.«

Dienstvereinbarungen analysieren

»Analysiere den folgenden Entwurf einer Dienstvereinbarung zur betrieblichen Weiterbildung. Identifiziere potenzielle Schwachstellen oder unklare Formulierungen aus Sicht der Beschäftigten: [Text der Vereinbarung einfügen].«

Gesundheitsschutz

»Erstelle eine Checkliste mit zehn Punkten zur Überprüfung der ergonomischen Gestaltung von Büroarbeitsplätzen. Berücksichtige dabei aktuelle Arbeitsschutzgesetze, Verordnungen, Richtlinien und einschlägige ISO, EN, DIN Normung.«

Newsletter erstellen

»Entwickle eine Struktur und Inhaltsvorschläge für einen monatlichen Personalrats-Newsletter. Der Newsletter soll Mitarbeitende über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Erfolge des Personalrats informieren. Schlage fünf wiederkehrende Rubriken vor.«

Neugierig geworden?

Den kompletten Beitrag mit vielen weiteren Beispielen finden Sie in »Der Personalrat« Ausgabe 3/2025.

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