Viele Beschäftigte sind unzufrieden mit ihrer Arbeitszeit
Der Wunsch nach Reduzierung ist in vielen Faällen abhängig von der tatsächlich anfallenden Arbeitszeit. Je länger die tatsächliche Arbeitszeit, desto ausgeprägter der Wunsch nach Verkürzung. Vier von fünf Befragten, die mehr als 40 Wochenstunden arbeiten, möchten ihre Arbeitszeit reduzieren. Arbeiten Beschäftigte mehr als 48 Stunden, dann wünschen sie sich sogar eine Verkürzung um durchschnittlich 14,8 Stunden pro Woche.
Arbeitszeiterhöhung schwieriger als gedacht
Doch auch der Wunsch nach längerer Wochenarbeitszeit sorgt der Studie zufolge für Frust: Die Hälfte scheitert demnach mit ihrem Versuch einer Arbeitszeiterhöhung an starren betrieblichen Abläufen, zwei von fünf Beschäftigten nennt die Ablehnung durch Vorgesetzte. Fehlende Stellen und mangelnde Kinderbetreuung sind bei knapp unter einem Drittel der Befragten ausschlaggebende Faktoren.
DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi kritisiert Arbeitgeber
Laut DGB-Vorsitzender Yasmin Fahimi ist fehlende Flexibilität das Problem: Rund 2,5 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Teilzeit würden gerne mehr arbeiten.
Mit der Forderung der Arbeitgeberseite, den 8-Stunden-Tag abzuschaffen, werde ein neuer Konflikt provoziert. Daher fordert sie mehr Effizienz statt längerer Arbeitszeiten. Dann würden auch Teilzeitkräfte aufstocken.
Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Deutschland beträgt 36,3 Stunden, wobei Männer mit 39,9 Stunden deutlich länger arbeiten als Frauen mit 32,3 Stunden.
Quelle
Pressemitteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes vom 5. September 2025
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