Kündigung

Kündigung wegen Lektüre von »Mein Kampf«

09. Oktober 2017
book-2592783_1920
Quelle: pixabay

Wer bei der Arbeit »Adolf Hitler, Mein Kampf« liest, riskiert seinen Job. Das LAG Berlin-Brandenburg erklärte die Kündigung eines Bezirksamt-Mitarbeiters für wirksam, der während der Arbeitszeit im Pausenraum des Dienstgebäudes die Originalausgabe mit einem eingeprägten Hakenkreuz gelesen hatte.

Mitarbeiter ist Repräsent des Landes

Der Mitarbeiter trete in Uniform als Repräsentant des Landes Berlin auf – so das Gericht – und sei in besonderer Weise verpflichtet, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten. Er habe mit dem öffentlichen Zeigen des Hakenkreuzes, einem verfassungswidrigen Symbol, in besonderer Weise gegen diese Verpflichtung verstoßen.

Abmahnung ist entbehrlich

Das beklagte Land müsse dieses schwerwiegende Verhalten nicht abmahnen, sondern könne es zum Anlass für eine ordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses nehmen.

Das Landesarbeitsgericht hat die Revision an das Bundesarbeitsgericht nicht zugelassen.

© bund-verlag.de (ls)

Quelle

Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg (25.09.2017)
Aktenzeichen 10 Sa 899/17
Dossier Hybride Arbeit Viertelbanner quadratisch - Anzeige -

Das könnte Sie auch interessieren

JAV-Praxis online
JAV-Praxis online - Aktuelles

Das neue Modul für die JAV – jetzt live

Videokonferenz, ViKo
Betriebsversammlung - Aus den Fachzeitschriften

Das müsst Ihr zu digitalen Betriebsversammlungen wissen

Dollarphotoclub_52916327_160503
Betriebsratsarbeit - Aus den Fachzeitschriften

Verloren in der Matrix?