Digitale Souveränität – was können Gremien tun?
Digital souverän ist, wer selbstbestimmt im digitalen Raum handeln kann. Das können öffentliche Verwaltungen und Unternehmen in Deutschland nicht. Sie haben praktisch keinen Einfluss auf die Technologieanbieter und deren Entwicklungsentscheidungen und kaum die Möglichkeit, Technologie und Anbieter zu wechseln. Diese enorme Abhängigkeit, die geostrategische Bedeutung der amerikanischen BigTechs und die konkreten rechtlichen Instrumente der USA verdichten sich zu erheblichen Gefährdungen. Amerikanische Behörden können auf Daten auch in Europa zugreifen, die bei amerikanischen Unternehmen gespeichert sind. Das gefährdet personenbezogene Daten, Unternehmensdaten, Geschäftsgeheimnisse, sogar Trainingsdaten und KI-Modelle, im Grunde alles, was aus europäischer Sicht schützenswert ist. Und amerikanische Unternehmen können angewiesen werden, Dienstleistungen einzustellen und Zugriffe zu sperren.
Abhängigkeit im Arbeitsleben
Im betrieblichen Zusammenhang ist die Abhängigkeit ganz besonders deutlich bei Bürosoftware, Cloud-Diensten und zunehmend bei Künstlicher Intelligenz (KI). Die Infrastruktur (und Plattform) auszulagern, keine Rechenzentren mit allem was dazu gehört mehr selbst betreiben zu müssen, das hat Unternehmen und Verwaltungen in die Cloud gezogen. Amazon hat sehr früh aus seinem Kerngeschäft heraus überschüssige Ressourcen an Kunden als Cloud vermietet. Amazon ist der Marktführer für die Infrastruktur- und Plattform-Cloud. Auf den Plätzen folgen Google und Microsoft. Insgesamt liegen 80 % aller Daten der Europäer in US-Clouds. Die Unternehmen vertrauen ihre Daten und den Betrieb der Infrastruktur diesen Hyperscalern schon allein deshalb an, weil diese zuerst und im großen Stil auf dem Markt waren. Zudem sind sie aufgrund ihrer gigantischen Kapazitäten und der damit flexiblen Skalierung sehr preisgünstig.
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Wie groß ist die Abhängigkeit von Microsoft 365? Welche Wege aus der Abhängigkeit gibt es? Und was können Interessenvertreter tun? Mehr dazu lest Ihr in der »Computer und Arbeit« (CuA) 6/2026 ab Seite 26. Abonnent*innen können den vollständigen Beitrag hier lesen.
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