Unfallkasse

Unfallrisiko am Arbeitsplatz geht zurück

26. August 2025
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Quelle: © RioPatuca Images / Foto Dollar Club

Das Risiko für einen Arbeitsunfall war 2024 geringer als in den Vorjahren. Das zeigt die Auswertung der Unfallzahlen durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Dennoch: Mehr als 700.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle zeigen, dass noch viel zu tun ist.

Insgesamt ereigneten sich im vergangenen Jahr 712.257 meldepflichtige Arbeitsunfälle, 3,8 % weniger als im Vorjahr. dazu kammen 168.648 meldepflichtige Wegeunfälle (-6 %), 307 Versicherte verloren aufgrund eines Arbeitsunfalls ihr Leben, 214 aufgrund eines Wegeunfalls. 12.821 Versicherte erhielten 2024 erstmals eine Rente aufgrund eines Arbeits- oder Wegeunfalls.

Die positive Entwicklung der Unfallzahlen dürfe nicht als selbstverständlich angesehen werden, mahnt DGUV-Hauptgeschäftsführerin Dr. Edlyn Höller..Das Engagement für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen dürfe nicht nachlassen. 

Extrem stark zurückgegangen sind der Statistik zufolge die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit (-38 % gegenüber dem Vorjahr, gesamt: 90.749). Diese Zahl näherte sich weiter dem Wert vor der Pandemie an.

In 26.821 Fällen wurde eine Berufskrankheit anerkannt, ein Rückgang um rund 63 % im Vergleich zu 2023. 5.190 Versicherte erhielten im vergangenen Jahr erstmals eine Rente aufgrund einer Berufskrankheit - ein Anstieg um über 8 %. Grund hierfür waren vor allem die Folgen von Corona-Erkrankungen.

1.888 Versicherte verstarben 2024 infolge einer Berufskrankheit, ein Rückgang von rund 10 %. Die Mehrzahl der Todesfälle ging auf Erkrankungen durch Asbest zurück.

Aufwendungen für Leistungen gestiegen

Die Aufwendungen der Unfallversicherungsträger für Leistungen stiegen 2024 um 3,3 %. Der größte Teil davon entfiel auf Leistungen für Versicherungsfälle. Diese beliefen sich auf rund 12,3 Mrd. Euro. Die Kosten für Heilbehandlung und Rehabilitation stiegen dabei um 3,7 % auf 5,9 Mrd. Euro, die Kosten für die finanzielle Entschädigung von Versicherten um 2,2 % auf 6,4 Mrd. Euro. 1,5 Mrd. Euro investierten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen in Leistungen der Prävention wie Aufsicht, Beratung und Qualifizierung, 7,3 % mehr als 2023.

In Folge von Tarifabschlüssen stiegen die Verwaltungskosten um 6,6 % auf 1,8 Mrd. Euro. Laut Höller gut angelegtes Geld, da die Beratungs- und Bildungsangebote helfen, das hohe Niveau von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu erhalten.

Quelle

Pressemitteilungen des Spitzenverbandes Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) vom 25. und 7.8.2025

© bund-verlag.de (mst)

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